StartseiteInhaltLokalesMedienbekanntschaftSächs. VogtlandTermineWetterNewsExtrasShopsArchivHistoriePostLinksKontakt
www.greizer-aktueller-bilderbogen.de
Gestern und heute
Postkarten
Postkarten bunt
Schon gewußt
Hist. Einsendungen
Fischerklause
Greiz in Schwarz/Weiß
Gedrucktes aus früherer Zeit
Greizer Persönlichkeiten
Erzeugnisse

*





Erstellt: Dienstag, 10.09.2006



Einleitende Worte

Verrostet und vergessen schlummern so manche Schätze aus vergangener Zeit in Schuppen, Kellergewölben und Bodenkammern.
Einige Geräte aus der Nachkriegsproduktion der Fa. Trillitsch aus Greiz/ Mohlsdorf hat "greizer-aktueller-bilderbogen" aus dem Privatbesitz von F. Knorr wieder funktionstüchtig aufgearbeitet.
Mit freundlicher Unterstützung von Chronist Gerhard Strauß aus Greiz/ Thalbach, der die Recherchen führte, kam es zu diesem Bericht.
In diesem möchten wir an die Mohlsdorfer Metallwarenfabrik Friedrich Trillitsch erinnern.
Vielen ist der Name sicherlich noch in Erinnerung und verbindet diesen mit den Trillitsch-Anbauautomaten für Webmaschinen, die auch im Greizer Raum an diese der Firma Kraus aus Reuth bei Neumark angebaut wuden.
Die Recherchen gehen ein Stück weiter zurück, in jene Zeit der Nachkriegsjahre des II. Weltkrieges.




Tabakblätter-Schneidegerät

Dieses Tabakblätter-Schneidegerät mit Handkurbel aus der Produktion nach dem Mai 1945 wurde speziell für die vielen Raucher entwickelt.
Zwei ineinander greifende Scheibenwalzen zerkleinerte fermentierte Tabakblätter in 1 mm breite Streifen zu Schnitttabak für Zigaretten und Tabakspfeife.
Der Tabak wurde aus Pflanzen selbst in Gärten angebaut.
Tabakwaren wurden nur rationiert an die Bevölkerung abgegeben. Es kam zur Ausgabe von Raucherkarten zum Erwerb für Tabakwaren.


Per Kurbelantrieb wurden die Tabakblätter in Streifen geschnitten.
Nachgestellte Szene.


*



Schrotmühle

Aus Restbeständen von Kriegs- und Rüstungsmaterial welches noch bei der Fa. Trillitsch lagerte, wurde diese Schrotmühle gefertigt.
In den schweren Nachkriegsjahren von Mai 1945 bis etwa 1950 wurde mit dieser Schrotmühle Getreidekörner zermahlen. Der gewonnene Schrot wurde mit Wasser oder Milch gekocht, einem nahrhaften Brei als warme Speise. So man Zucker zur Verfügung hatte, wurde noch gesüsst.


Durch Drehen der Kurbel wurden Getreidekörner zu Schrot gemahlen.
Nachgestelltre Szene mit Mais.


Ehemalige Produktionsstätte

Noch vorhandene ehemalige Produktionsanlage der Fa. Trillitsch in Mohlsdorf, Rosengasse 7. Zum Teil werden die Räumlichkeiten heute als Einstellmöglichkeit von PKW genutzt.
Bilder großklicken.


* * *



Erstellt: Donnerstag, 19.02.2015



Erinnerungen an den Bombenangriff auf Mohlsdorf

Heimatforscher Gerd Richter bei seinem Vortrag Bild großklicken.



Spalte 1 | Spalte 2 | Spalte 3

Zum Gedenken und zur mahnenden Erinnerung an den Bombenangriff vor 70 Jahren auf Mohlsdorf, am 6. Februar 1945, der gegen 11.30 Uhr begann, hatte Gerd Richter vom Heimat- und Geschichtsverein Mohlsdorf den Schülern der 4. Klasse während einem Vortag die verheerenden Ereignisse der Bombenabwürfe durch die Luftflotte der Alliierten noch einmal nahe gebracht. Schulleitung und Klassenlehrerin Bärbel Michalak nutzten hierzu eine Unterrichtsstunde im Fach Heimat- und Sachkunde, zu der auch Ortsteilbürgermeister Michael Täubert (CDU) und die interessierten Erzieher Annett Pfort, Tina Penzold und Monka Gessner teil nahmen.
Die Allieierten starteten im Februar 1945 eine Großoffensive von England aus, daran waren an jenem Dienstag des Jahres 2100 Flugzeuge, davon 1300 Bomber der 8. Us Army beteiligt. Die Flugzeuge starteten gegen 9 Uhr von der englischen Küst, flogen über Holland über die Norddeutsche Tiefebene zu ihren Zielen, um Raffineriebetriebe zur Treibstoffherstellung und Verkehrswege in Deutschland zu zerstören. Ein schlechte Wetterlage verhinderte aber die Trefferlage der Bomber, die Luftflotte wurde aufgeteilt und griff Gelegenheitsziele an. So könnte mit hoher Wahrscheinlichkeit, von vielen Zeitzeugen berichtet, eine Verwechslung der fast auf gleicher Höhe liegenden Kirchen von Pohlitz und Herrmannsgrün (heute Mohlsdorf) der Grund gewesen sein, dass aus rund 8000 Meter Höhe 220 Bomben mit einem Gewicht von 250 Kilogramm ihr anvisiertes Ziel verfehlten.



Mit Aufmerksamkeit wird der Vortrag verfolgt Bild großklicken.



Schüler betrachten gefundene Bombensplitter Bild großklicken.



* * *



Erstellt: Sonntag. 01.03.2015



Heimatverein hat die Untat nicht vergessen

Stilles Gedenken am Denkmal in Lunzig Bild großklicken.



Spalte 1 | Spalte 2 | Spalte 3

Lunzig - Landkreis Greiz
Mit einem Zitat von den unumstrittenen amerikanischen Schriftsteller Henry Miller „Jeder Krieg ist eine Niederlage des menschlichen Geistes“ begann nach musikalischer Einstimmung Michael Güther vom Heimatverein Lunzig seine einleitenden Worte zur Gedenkveranstaltung in der Gaststätte „Zur Linde“, um an ein tragisches Ereignis zu erinnern, dass das Leben in dem kleinen Ort in Minuten veränderte. Vor genau 70 Jahren, am Donnerstag, den 22. Februar 1945, fand der folgenschwere Bombenangriff auf Lunzig statt. Im Rahmen der „Operation Clarion“ (zu deutsch „Trompetenschall“), des größten und weiträumigsten Luftangriffes anglo-amerikanischer Bomber, sollten an diesem Tag Zerstörungen im gesamten Deutschen Reich mit rund 5000 Flugzeugen durchgeführt werden. Noch heute ist unklar, warum dabei auf das strategisch unbedeutende Lunzig eine Dorfschmiede und ein Gasthof durch ein vom Kurs abgekommenes tief fliegendes Flugzeug, das neun Sprengbomben abwarf, zerstört wurden. Dieser Vorfall zeigt jedoch, dass sinnloses Töten zum Geschäft eines jeden Krieges gehört.





Druckbare Version