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Erstellt: Dienstag, 03.10.2017



Hotel notwendig aber nicht im Schloss

Ramin Assisi stellt seine Visionen vor 



Der Musiker Ramin Assisi hatte am 1. Oktober zu einer Informationsveranstaltung in seine Villa an der August-Bebel-Straße eingeladen, um seine Ideen zur Kultur- und Tourismusförderung einem breiten Publikum zu erläutern. Vor drei Jahren kam Assisi mit seiner Frau nach Greiz, während dieser Zeit hatte er sich in seiner neuen Heimat umgesehen und sich viele Gedanken zur Zukunft der Stadt Greiz gemacht. „Dabei habe ich ein positives Gefühl, was Greiz betrifft, denn Ideen sind wichtig, um etwas Neues zu bewegen“ und das möchte er auch gerne tun, auch wenn es Probleme bei der Verwirklichung von vielen Chancen gibt. In Bereich Kultur hat der Initiator erste Schritte unternommen, der Erwerb der Nutzungsrechte für die Aubachtaler Kirche stehe kurz bevor. Es ist traurig anzusehen, das die Kirche mit dem Altar der Greizer Bildhauerin Ella-Viola Nahmacher der Verfall droht. Beseitigung von Schäden, besonders an der Orgel, über deren Restaurierung sind Absprachen mit einem Orgelbauer aufgenommen. Ziel sei es für regionale Künstler dauerhafte Ausstellungen und Konzerte in der Kirche und dem Gartenareal zu organisieren. Ein großes Problem sehe er in der Erreichbarkeit des Oberen Schlosses für ältere Besucher und Touristen, der steile Aufstieg bringt Nachteile. Dafür wäre der Einsatz eines Elektro-Shuttles vorrangig anzustreben. Zudem könnte das Gefährt auch von den äußeren Bereichen der Stadt direkt zu Sehenswürdigkeiten oder auch Geschäften, Arztpraxen usw. Personen bringen. Das würde die Stadt beleben, war aus den Gesprächsrunden zu entnehmen. Über die Finanzierung wurden Anfragen gestellt, die am Anfang von Assisi getragen werden, später über Abo-Verkäufe oder auch Integrierung des Fahrpreises in die Eintrittskarten von Sehenswürdigkeiten.



In seiner Villa fand die Informationsveran statt. 



Sollte es gelingen über Kontakte zur Leipziger Notenspur und guten Kontakten zu Investoren, Geschäftsleute und Touristen nach Greiz zu locken, gibt es ab einer bestimmten Anzahl bei Übernachtungsmöglichkeiten Probleme. Assisis Vision in einem der Greizer Schlösser ein Hotel zu integrieren, stieß nicht nur bei Dr. Ingeburg Müller auf wenig Resonanz. Herrschaftlich übernachten wäre doch etwas Besonderes, konterte der Musiker. Vielmehr sollte doch Ausschau nach leer stehenden Gebäuden, die sich für den Umbau zu einem Hotel mit bis zu 50 Zimmern eignen, gehalten werden, war der Tenor der Besucher.
Stadtführer Konrad Wiedemann kennt das Problem, Touristen sagen mir, sie möchten gern in Greiz übernachten, wegen fehlender Kapazität weichen die Gäste nach Plauen oder Gera aus. Ein moderner Hotelneubau mit attraktiven Umfeld, Parkplätzen für PKW und Shuttle wäre eine gute Idee. Wir haben in Greiz ein Textil-Forschungsinstitut, mit Entwicklung hochwertiger Produkte, da sollte es doch möglich sein, diese über Gewerbeansammlung auch in Greiz weiter zu produzieren. Weitere Wortmeldungen plädierten für die Einbeziehung von Übernachtungsmöglichkeiten im Naherholungsgebiet Waldhaus oder ein leer stehendes Gebäude der ehemaligen Plasttechnik in Greiz-Dölau, mit zwei vorhandenen Aufzügen und ausreichend Parkplatzmöglichkeit. Ins Gespräch kamen auch Immobilien im Zentrum, dem Post- und Bahnhofsgebäude, sowie der Thüringe Hof, bis hin zu einem Neubau im Raum Pohlitz mit weitreichender Fernsicht. Zur Sauberkeit in der Stadt sehen Besucher und Initiatoren gleichermaßen Handlungsbedarf bei Mitwirkung der Stadtverwaltung. Die tatenlos zusieht, wie die Häuserzeile in der August-Bebel-Straße gegenüber der Energiewirtschaft schon über Jahre leer steht. Wie der Diplom Informatiker die Besucher wissen ließ, wurden die Häuser verkauft, dessen jetziger Eigentümer nicht auffindbar wäre. Zum Aufgabengebiet eines Wirtschaftsförderers gehöre die Ansiedlung von Gewerbe, statt dessen soll das leer stehende Industriegebäude neben meiner Villa dem Theaterherbst zur Verfügung gestellt werden. In diesem Gebäude könnte Gewerbetreibende angesiedelt werden, empört sich Assisi, der hier persönlichen Vorteil sieht. Es wäre an der Zeit, mit einem entsprechenden Marketing aus Ballungsgebieten, da wo Mieten unbezahlbar geworden sind, Familien und Gewerbetreibende zum Umzug nach Greiz zu bewegen, auch um den enormen Bevölkerungsschwund entgegenzuwirken.
Weitere Gesprächsthemen waren die Nichtnutzung der Greizer Eisfläche in den Sommermonaten, ein Sommerkino im Freien, mehr Geld vom Land über Kulturvereine beantragen, mehr Bänke im Stadtgebiet, der Pessimismus in Greiz sollte aufgehalten werden und wenig Gesprächsbereitschaft aus dem Rathaus mit dem Bürger. Mit ins Boot hat sich Ramin Assisi den Unternehmer Roland Suttner geholt, der sich wünscht, der angegangene Funke sollte zünden, damit unser Kreis, die etwas bewegen möchten, künftig noch größer wird. Er sieht Handlungsbedarf monatlich eine Info-Veranstaltung zu organisieren, ein Konzept zu erstellen und die Bildung von Arbeitskreisen voran zu bringen.



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Erstellt: Dienstag, 28.03.2017



IG verleiht alter Kulturtechnik neuen Schwung

O.Schreiber und K. Wiedemann/Plarre-Webmaschine Bild großklicken.



Am Abend des 22. März 2017 fand die monatliche Beratung der IG „Technische Zeitzeugen“ mit Sitz in der Reichenbacher Str.75a statt. Vorsitzender der Interessengemeinschaft Konrad Wiedemann, stellte die umfangreichen Vorschläge zum Arbeitsplan der IG für 2017 vor. Als erstes sei geplant, ab März einen Arbeitstag, jeden zweiten Mittwoch des Monats, für Arbeiten im Verein durchzuführen, an dem jeder entsprechend seiner Interessen und Begabung mit Hand anlegen kann. Sichtlich beeindruckt vom Ergebnis des ersten Arbeitstages, waren die Mitglieder und Gäste, als Olaf Schreiber und Konrad Wiedemann die Fortschritte beim Aufbau eines Oberschlag Webstuhls mit Schaufelschaftmaschine und Außentritt, der ehemaligen Greizer Firma Plarre vorstellten. Hierzu sind weitere Arbeiten angedacht, weiterer Aufbau bis zur vollständigen Funktionstüchtigkeit des Webstuhls, Vorrichten der Geschirre, Erstellen einer Webkette bis hin zur Vorbereitung für den Webvorgang.




 

Firma Schilbach mit Aubachtaler Kirche. Bild großklicken.

Der Firmengründer Heinrich Schilbach. 



Die Umsetzung einer Webmaschine der Fa. Spaleck in Neustadt zum Wiederaufbau im Ausstellungsraum steht in Kürze an. Hierzu erfolgten bereits Gespräche mit dem Geschäftsführer der Spaleck Oberflächenveredlung in Greiz, zwecks Sponsorring der Maschine und des in 2019 anstehenden 150-jährigen Firmenjubiläums der Firma Spaleck. Im April 2017 organisiert die IG eine Fahrt nach Bocholt in das Stammwerk der Fa. Spaleck. Angedacht ist der Aufbau einer Ausputzmaschine aus Weida. Am Park- und Schlossfest wird sich die IG mit einer entsprechenden Präsentation der Öffentlichkeit präsentieren. Weitere Aktivitäten und Vorhaben wurden genannt, „doch nach wie vor stehe die Gewinnung interessierter Mitglieder und die Finanzierung der Vorhaben an vorderster Stelle“ betonte Wiedemann auch mit Blick auf weitere Sponsoren und zeigte weitere Visionen für die Zukunft auf. Diese sieht vor, die Anmietung der gesamten Etage im Objekt der Firma Futura, sobald zusätzlich Platz benötigt wird, zudem die Schaffung einer Freifläche für Freiexponate. Zur Vorstellung Greizer Betriebe hatte sich Olaf Schreiber auf den Vortrag über die Fa. Schilbach & Co. gut vorbereitet.



Einer der Nachkommen der Dynastie Schilbach 



Diese wurde 1850 als Wollwarenfabrikation von Kommerzienrat Heinrich Schilbach (1828-1905) gegründet. Später stiegen die Söhne Robert, Heinrich (1863-1914, Friedrich (1867-1915) und Carl (1868-1934) als Mitinhaber in die Firma ein. Die Fa. am Standort in der Reichenbacher Straße 103 entwickelte sich um 1879 zu einer der größten Webereien in Greiz, im Jahr 1920 klapperten im Websaal 261 Webstühle. Trotz der guten Entwicklung überlebte die Firma die Wirtschaftskrise zum Ende der 1920er und im Verlauf der 1930er Jahre nicht, ging in Konkurs, damit endete die Dynastie der Schilbachs. Nach dem Konkurs wurden die repräsentativen Gebäude als Motorsportschule des NSKK genutzt. Wegen Wohnraummangel wurde das Hauptgebäude nach dem II.Weltkrieg zum „Wohnhof“ umgebaut. Fabrikhallen und Freiflächen nutzte der VEB-Kraftverkehr zur Unterbringung von Bussen und LKW viele Jahre und andere Firmen als Lager. Bekannt ist heute noch vielen Greizern die Etablierung des VEB Kunststoffwerkes Greiz, als Betriebsteil des volkseigenen Betriebsteil Cowaplast Coswig. In einem Gebäude war eine Kindertagesstätte untergebracht. Der Abriss der Sheddachhallen und Nebengebäude wurde 2015 vollzogen. Olaf Schreiber ging in seinem Vortrag auch auf die prachtvollen Villen, in der Carolinenstraße 54 und 12, Gartenweg 2a, Oststraße 32a (Rudolf-Breitscheidstr.) der Schilbachs in Greiz ein. Die nächste Zusammenkunft ist bereits am 19.April um 18 Uhr und der Arbeitsnachmittag am 12. April von 15 bis 18 Uhr in den Räumen der IG in der Reichenbacher Straße.



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Erstellt: Mittwoch, 05.10.2016



Interessengemeinschaft stellt erste Weichen



Am Abend des 28. September 2016 fand die zweite Sitzung der IG „Technische Zeitzeugen“ mit Sitz in der Reichenbacher Str.75a statt. Gegenwärtig befindet sich der Zugang zum Zusammenkunftsraum noch über das Firmengelände Futura in der Genossenschaftsstraße 23. Nach Begrüßung aller Anwesenden erklärte Konrad Wiedemann „Wir sind froh geeignete Räume, dazu noch auf historischem Boden der ehemaligen Fa. Oscar Schleicher, gefunden zu haben“. Wichtig für die Entwicklung der IG zum Verein sei die Öffentlichkeitsarbeit, die müsse voran getragen werden, um den Bekanntheitsgrad zu erweitern. Vor allem sollten Sponsoren und interessierte Mitglieder gewonnen werden“.




 

Gesponserte Exponate berachtet Bild großklicken.

Die Exponate werden herum gereicht 



Ziel der IG ist es, Zeitzeugen in Form von Maschinen, Erzeugnissen und Dokumenten jeglicher Art aus dem Erbe der in Greiz mit ansässiger Industrie, des Handwerks, sowie diverser Spezialgewerbe zu bewahren. Bereits nach den ersten Veröffentlichungen meldeten sich erste Sponsoren mit Sach- und Geldspenden, auch neue Mitglieder traten der IG bei. „Wir fangen klein an“, betonte Wiedemann, „zu jeder Zusammenkunft am letzten Mittwoch im Monat, gibt es einen Vortrag, die mit der Geschichte über die Fa. Oscar Schleicher beginnen wird“. Zumindest eine von zwei eingelagerten Webmaschinen der Fa. Plarre, sollte nach Vorstellung von Konrad Wiedemann, funktionstüchtig vor Ort aufgestellt werden. Gegenwärtig besteht bereits die Möglichkeit, gegen eine geringfügige Gebühr, die im Aufbau befindliche Bibliothek mit Fachliteratur und Broschüren zu nutzen. Zum Tag der Vereine, am 3. Oktober im Goethepark, stellte sich die IG der Öffentlichkeit mit einem Info-Stand, Modell einer Dampfmaschine, sowie einem Textilprüfgerät vor. Zudem gab es eine Vorführung am Spinnrad. Die Fa. Tischendorf als Sponsor unterstützte die Aktion mit einem Flyer, der Entwurf wurde den Anwesenden zur Sitzung vorgestellt. Zur ersten Zusammenkunft im August wurden Vorschläge zur Bildung eines Vorstandes, einer Satzung und zur Gründung eines Vereins unterbreitet. Der vorgeschlagene Vorstand stellte sich den Anwesenden vor, wurden im Anschluss einstimmig und ohne Enthaltung in ihre Funktionen gewählt. Als Vorsitzender Konrad Wiedemann, Stellvertreter Olaf Schreiber, als Kassenwart Brigitte Barczyk, Frieder Trommer und Michael Trillitzsch für technische Belange. Die erarbeitete Satzung der IG wurde einstimmig verabschiedet. Dem Vorschlag des Vorsitzenden die notwendigen Schritte zur Bildung eines eingetragenen Vereins einzuleiten, wurde von allen Mitgliedern befürwortet. In der Diskussion wurden Möglichkeiten zum Austausch mit gleichgelagerten technischen Museen und Firmen angeregt. Die Präsenz mit einer eigenen Homepage und Einträge bei Facebook waren weitere Bestandteile der Diskussion.
Der Eingang zum Zusammenkunftsraum befindet sich gegenwärtig noch in der Genossenschaftsstraße 23, über das Firmengelände Futura,



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Erstellt: Dienstag, 30.08.2016



Der erste Schritt ist vor dem zweiten getan



Olaf Schreiber und Konrad Wiedemann mit einem historischen Dokument der ältesten Webstuhl und Maschinenfabrik in Greiz.



In der Gaststätte "Krug zum grünen Kranz", Parkgasse 17 kamen am Dienstag, dem 23. August Gleichgesinnte zusammen, um eine Interessengemeinschaft "Technische Zeitzeugen von Greiz" zu gründen, Eingeladen hierzu hatte der Initiator Konrad Wiedemann, dem schon seit Jahren die Vision zur Erhaltung technischer Zeitzeugen vor schwebt, die insbesondere der Textilindustrie, der Papierherstellung und des Braugewerbes und sonstiger Industrie gewidmet sein soll. Zeitzeugen, darunter auch welche ab 1990 zu sichern, aufzubewahren um diese zu einem späteren Zeitpunkt der Bevölkerung zugänglich zu machen, sei eines der Hauptaufgaben der zu gründenden Interessengemeinschaft, sagte Konrad Wiedemann. In der Vergangenheit sei viel zu viel verloren gegangen und kaum wieder zu beschaffen. Im vergangenen Jahr konnten zwei in Greiz gebaute Webmaschinen der Firma Plarre gesichert und in den Räumen der AG „Alte Papierfabrik“ eingelagert werden. Nachdem sich Konrad Wiedemann bereit erklärte, den Vorsitz der IG für einige Jahre zu übernehmen, bot auch Olaf Schreiber seine Unterstützung als Stellvertreter an. Brigitte Barczyk übernahm die Funktion des Kassenwarts, der soeben gegründeten Interessengemeinschaft. Der Vorstand bat die Anwesenden um Zustimmung, dass alle zwei Jahre dieser sich neu zur Wahl aufstellt und forderte gleichzeitig um Bereitschaft, sich mit guten Ideen für eine erfolgreiche Zusammenarbeit in die IG einzubringen. Die Erarbeitung einer Satzung wird vorbereitet und die Gründung eines Vereins zu einem späteren Zeitpunkt erörtert. Ein weiterer Schritt zur Stabilisierung der Interessengemeinschaft sei die Gewinnung zahlreicher Mitglieder, um für den Anfang die ersten durchzuführenden Maßnahmen abzusichern. Damit leitete Wiedemann auf das Thema zur Finanzierung, die sich aus Mangel an Unterstützung und Interesse kommunaler Einrichtungen, vorerst durch die Mitgliedsbeiträge und Sponsoren tragen muss. Von privaten Spendern und Firmen wurde bereits Unterstützung geleistet, so übernahm das Bauzentrum Gebrüder Löffler den Transport der Plarre Webmaschinen von Mylau nach Greiz und signalisierte auch weiterhin Unterstützung im Transportwesen zu. Webereibedarf Trommer, erklärte sich bereit, noch vorhandene Textilprüfmaschinen zur Verfügung zu stellen. Ein weiteres Thema war die Unterbringung der Zeitzeugen, die sich vorerst auf regionale Industrie beschränken soll. Als künftiges Domizil der IG werden am 28 September 2016 alle interessierten Mitstreiter eine Besichtigung einer Fläche von 50 Quadratmetern in der Reichenbacher Straße 75a in Augenschein nehmen, die zu einem günstigen Angebot zu bekommen wäre.





Helmut Berthold betrachtet zur Gründungsversammlung ein historisches Dokument der ältesten Greizer Webstuhl- und Maschinenfabrik.



Die Anwesenden Werner Kick, Brigitte Barczyk, Frieder Trommer, Helmut Berthold, Michael Trillitzsch, Olaf Schreiber, Christian Tischendorf und Karin Wiedemann unterstrichen ihre Mitarbeit, gaben viele Anregungen zur Gestaltung eines technischen Museums in Greiz und verwiesen auf bestehende Museen dieser Art in Sachsen und anderen Bundesländern, mit denen eine Zusammenarbeit angestrebt werden sollte. Auf Vorschlag von Wiedemann wird man sich künftig am letzten Mittwoch eines jeden Monats treffen. Unter Tel. 03661-431183 gibt es für Neueinsteiger Auskunft zur Mitarbeit.



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Erstellt: Dienstag, 11.09.2012



Berufsbild: Schornsteinfegermeisterin

Schornsteinfegermeisterin Sandra Tröger Bild großklicken



Da balanciert keine Drahtseilartistin über den Dachfirst der Häuser, die zu ihrem Revier in Greiz und Umgebung gehören, sondern eine selbstbewusste junge Frau, die Chance und Risiken ihres Berufs sehr genau einschätzen kann. Schornsteinfegermeisterin Sandra Tröger ist seit 1997 als Angestellte von Bezirksschornsteinfegermeister Andreas Just tätig, nach einem turnusmäßigen Plan kommt sie ins oder aufs Haus. Auf keinen Fall wollte sie einen Büro-Job ausüben, sie wollte schon immer etwas tun, was nicht jedermanns Sache ist. Da half ihr wie so oft im Leben der Zufall, denn als sie 1994 eine Lehrstelle suchte, hatte ein Schornsteinfegermeister einen Lehrling gesucht, dessen Tochter war ebenfalls bei ihm in die Ausbildung gegangen, er hatte die Klischees des Männerberufes bereits abgehakt und gab der jungen Frau die Möglichkeit von 1994 bis 1997 in Zwickau den Gesellenabschluss zu erreichen.


Der Aufstieg zum Arbeitsplatz Dach beginnt Bild großklicken



Berufsbegleitende Lehrgänge in Eilenburg führten zum erfolgreichen Meisterabschluss im Jahre 2007. Ihre ersten vorsichtigen Schritte auf fremden Dächern hat Sandra Tröger in Zwickau unternommen. „Direkt Angst hatte ich nie, eine Situation bleibt halt im Gedächtnis hängen, es hatte leicht genieselt, die Laufbretter waren glitschig und plötzlich ging die Rutschpartie einige Meter am Dach abwärts. Da stand ich oben, und wusste plötzlich nicht mehr, wie ich wieder runterkommen sollte. Der Meister hat geholfen. In ähnliche Bedrängnis bin ich seitdem nie mehr gekommen. Alles eine Frage der Übung“, lächelt die junge hübsche Frau“. Einen prüfenden Blick wirft die Meisterin seitdem auf die Trittsicherheit, die überall auf den Dächern vorhanden sein muss oder weist auf vorhandene Mängel zur Abstellung hin.


Im schmucken Kehranzug Ausstieg in luftige Höhe Bild großklicken



In luftiger Höhe fegt Sandra Tröger die Kamine, dabei wird der Russansatz entfernt, damit es nicht zu Russbränden kommt, denn zunehmend wird wieder mit Holz gefeuert. Unten im Keller wird an Heizungsanlagen für Gas- Öl und festen Brennstoffen gemessen, kontrolliert und geprüft, Aufgaben, die naturgemäß vor allem im Winterhalbjahr anfallen. Die strengeren Umweltauflagen haben aus dem Kaminkehrer einen Techniker gemacht. Die Kombination aus ein bisschen Abenteuer und immer mehr Wissenschaft reizt die Schornsteinfegermeisterin besonders. Oben auf dem Dach fühlt sie sich am wohlsten: „Wenn ich so über die Häuser schaue, macht mich der Blick auf die oftmals wunderbare Aussicht glücklich.“ Auf besondere Erwartungen der Menschen angesprochen, da ist es dann doch noch das Klischee, die Rolle der Glücksbringerin gehört dazu und in welch anderem Beruf löst man schon solche positive Reaktionen wie „Zum Glück gibt es den Schornsteinfeger“ oder „darf ich Sie mal anfassen“ aus. Meist bleiben bei ihr für die Hobbys wenig Zeit, denn ihr neun jähriger Sohn Jonas möchte nach getaner Arbeit auch noch etwas von der Mutter haben. Ab und zu nimmt sich Sandra die Zeit um einige Runden mit ihrem Motorrad zu drehen. Aber auch im Winter bleibt die sympathische Frau bodenständig und fährt mit ihrem Sohn zum Skifahren.


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Schrauben der Kaminabdeckung lösen Bild großklicken



Arbeitsplatz in schwindelnder Höhe Bild großklicken



Mit einem wunderbaren Blick auf die Kreisstadt Bild großklicken



Romantischer Platz fürs Gespräch mit der Meisterin Bild großklicken.





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