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Die Übersicht



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Erstellt: Montag, 03.04.2017



Für ein sauberes Umfeld am Schlossberg

Putzen 



Die Bürgerinitiative „Weil wir Greiz lieben“ hatte am 1. April zum 6. Greizer Schlossbergputz Vereinsmitglieder und engagierte Bürger aufgerufen, mit Laubbesen, Heckenscheren und tatkräftigen Einsatz den Aufgang zum Wahrzeichen der Stadt Greiz, dem Oberen Schloss, zu säubern. Das war auch die Idee, die ganz am Anfang stand, Wege und Treppen, sowie das Umfeld um den Schanzengarten von Wildwuchs und Laub zu befreien, unterstrich der Vorsitzende Thomas Hönsch das Anliegen der Bürgerinitiative, die sich bereits mit mehreren Aktionen für ein lebendiges Greiz engagierte. „Der Aufgang zum Oberen Schloss sei ein Aushängeschild für Touristen, die unsere Stadt besuchen“ weiß Johann-Peter Allner, der an allen bisherigen Aktionen teilgenommen hatte und gemeinsam mit Volker Schmidt und André Gottschalk einen Abschnitt am steilen Hang des Schlossbergs von Wildwuchs beseitigte. Weitere Teilnehmer mühten sich mit der Beseitigung von wuchernden Gestrüpp und unliebsamen Unrat. Dabei kamen unter dichtem Unterholz nach deren Beseitigung, ist kein Aprilscherz, acht große Maggiflaschen zum Vorschein, die Michael Steinberg, vom Anfang mit dabei, fand. Ob diese einst der Koch vom Schlosskeller auf diese Weise entsorgt hatte, ist ungewiss. Der Frühjahrsputz wurde auch in diesem Jahr in Zusammenarbeit mit dem Lions Club durchgeführt, der dem Verein zur Unterstützung Schüler zur Seite stellte, die sich engagiert an der Aktion beim Geländer streichen, Lampen säubern beteiligten. Der Umfang der Putzaktion wurde mit Lutz Zürnstein (Grünamt) festgelegt, dazu kam noch eine besondere Aufgabe die es zu erledigen galt. In den vergangenen Jahren sammelten sich bei Ausgrabungen, Sanierungen historische Baustoffe an, die es galt zu sichten, für eine weitere Verwendung zu sortieren.
Viel Laub wurde auch oben am schön gelegenen Aussichtspunkt am Schanzengarten zusammengefegt, bevor es am Ende des Einsatzes zur gemütlichen Imbisseinnahme kam. Hierfür hatten der Getränkehandel Liebold Getränke und Partyservice Böttcher Rostbratwürste als Entschädigung für die Mühen gesponsert. Die verdiente Ruhepause nahm Thomas Hönsch zum Anlass, über weitere Veranstaltungen der Initiative „Weil wir Greiz lieben“ zu informieren. Eine der größten Veranstaltungen 2017 nannte Hönsch das Greizer Geplauder am 26. Mai mit dem Thema „50 Jahre media nox“ mit der bekannten Greizer Jazz Formation. Zu Pfingsten wird mit Senioren aus den Greizer Seniorenheimen nach Waldhaus und dem Tiergehege gewandert, unterstützt von der Lebenshilfe e.V. dem Behindertenverband und dem Förderverein Waldhaus. Zu einem weiteren Greizer Geplauder wird im Juli der Getränkehändler Uwe Liebold in die ehemalige Gründerzeit Villa in die Rosa-Luxemburg-Straße einladen. An weiteren Ideen fehlt es der Bürgerinitiative nicht,
die gegenwärtig 21 aktive Mitglieder zählt.



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Erstellt: Sonntag, 27.09.2015



6. Greizer Geplauder im Pferdestall

Eingang zum Pferdestall auf dem Oberen Schloss 



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Zum 6. Greizer Geplauder hatte der Verein „Weil wir Greiz lieben“ in den Pferdestall auf dem Oberen Schloss eingeladen. Marcel Niebaum der die Fragen zum Oberen Schloss stellte, plauderte zusammen mit Gisela Peter, der langjährigen Schlossführerin und Anwohnerin, über die urkundliche Ersterwähnung des ältesten und bekanntetsten Wahrzeichen der Stadt Greiz, bis hin zu den aktuellen Sanierungen an den Gebäuden auf dem rund 50 Meter hohen Bergkegel. Zum besseren Verständnis für die interessierten Zuhörer wurden zu den einzelnen besprochenen Details Bildmaterial aus unterschiedlichen Quellen gezeigt. Die einstige Burg als Herrschaftssitz der reußischen Fürsten wurde im 13. Jhd. erstmals urkundlich erwähnt, gehe aber vermutlich durch Funde bei Ausgrabungen bestätigt, auf eine Pfalz aus dem 11. Jahrhundert zurück, informierte Giesela Peter ihre Zuhörer. Von Fragen durch Marcel Niebaum angeregt, kam es zur Aussage weiterer spannender Geschichten, durch Blitzeinschlag brannten die Burggebäude im Jahr 1540 ab, im 16. und 17 Jhd. in seiner heutigen Gestalt mit vielen Um- und Ausbauten wieder aufgebaut. Der erste Turm auf dem Oberen Schloss sei ein Holzbau gewesen, der 1625 in Steinbauweise errichtet wurde und bei evtl. Übergriffen, für die Herrschaften als sicherer Schutz diente. Ursprünglich gab es auf dem Oberen Schloss drei Türme, hierzu wurde ein historisches Dokument gezeigt.
Weiter lesen auf Spalte zwei.



Gisela Peter und Marcel Niebaum beim Geplauder 



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Erstellt: Sonntag, 18.05.2014



Schlossgebäude zur Nutzung übergeben

Gerd Grüner mit Worten zum Sanierungsablauf 



Archiv und Cafè vorgestellt
Zum Tag der offenen Tür auf dem Oberen Schloss in Greiz konnte Bürgermeister Gerd Grüner (SPD) trotz strömenden Regen zahlreiche Gäste begrüßen. Ein Cafè für ca. 40 bis 45 Gäste im Stil der alten Remise mit Blick auf die Rollregalanlage des Archivteiles im Erdgeschoss steht künftig für die Nutzung bereit. Einen Vorgeschmack auf die gastronomische Einrichtung hatten viele freiwillige Helfer in den vergangenen Tagen Hand angelegt, die Räumlickeiten für diesen Tag zum Verweilen bei Kaffee und Kuchen einzuräumen.
Vom zukünftigen Cafè an der Zentaeiche hat man einen schönen Blick zur Stadt Greiz.



Sanierte u. retaurierte Schmuckfassade Haus Nr. 2 



Nach aufwendiger Sanierung am Haus Nr.2 konnten sich Interessierte von der Sanierung und der Nutzungsänderung der Räumlichkeiten während organisierten Führungen durch das Haus überzeugen.
Während seiner Einweihungsrede erfuhren die Zuhörer Wissenswertes über den historischen Bau und den Ablauf der Sanierungsarbeiten.
Beim Haus 2 handelt es sich um das 1745 errichtete Kassengebäude im unteren Schlosshof, als Bestandteil der historischen Bebauung auf dem Oberen Schloss.
Im 20. Jahrhundert wurden Umbaumaßnahmen zum Einbau von Wohnungen vorgenommen.
Durch die vorgesehene Nutzung als Archiv im Erdgeschossteil, OG und Mansarden Geschoss ist ein Rückbau auf die ursprünliche Raumstrukturen möglich geworden.
Die Bausubstanz wurde maximal möglich erhalten bei gleichzeitiger statischer Ertüchtigung von Decken, Wänden, Mauerwerksbögen und Gründung. IM OG wurden so die bauzeitlichen Stuckdecken erhalten, gesichtet und saniert.
Die Gründung wurde mittels Bohrpfählen sichergestellt, Stahltragswerke in Decken und Innenwänden mit entsprechender Verkleidung zur Sicherung der Brandschutzanlagen leiten die Lasten ab. Im EG wurden die Mauerwerksbögen durch bewehrten Spritzbeton verstärkt.
Die bauliche Hülle vom Dach, Dachtragswerk, Außenwänden, Fassaden mit Fenstern, Sandsteinelementen sind umfassend saniert und restauriert worden.
Im historisch wertvollen Treppenhaus wurde die Bestandstreppe aufgearbeitet, ebenso die bauzeitlichen Fenster.
Die haustechnischen Anlagen wurden erneuert bzw. neu eingebaut entsprechend dem heutigen Standart. Das sind Elektroanlagen, Heizungsanlage, Brandmeldeanlage, Lüftungsanlage für Küche, sanitäre Einrichtungen, Datenleitungen, Telefon- und Klingelanlage und Lastenaufzug.
Die Südfassade zum Innenhof als Schmuckfassade wurde nach denkmalpflegerischen Vorgaben aufwendig saniert und erstrahlt im neuen Glanz.
Im Jahr 2008 wurde der Beschluss in der Stadt Greiz gefasst, diese Baumaßnahme durchzuführen und erste Voruntersuchungen gemacht.
Zur Gewährleistung einer qualitativ hochwertigen Sanierung und Restaurierung wurden viele Fachplaner und Sachverständige in die Planung einbezogen.
Die Planung wurde 2009 und 2010 durchgeführt. Im Dezember 2010 war Baubeginn.
Die Ausführung der Gesamtmaßnahme erstreckte sich über die Jahre 2011, 2012 und im Herbst 2013 wurde das Gebäude bezugsfertig.
Zur Vergabe von Bauleistungen wurden Gewerkelose gebildet, welche nach öffentlicher Ausschreibung beauftragt wurden.
Das Ergebnis ist ein weiteres Schmuckstück auf dem Oberen Schloss mit einer Nutzung als städtisches Archiv und Cafè.
Insgesamt waren 38 Firmen an der Sanierung beteiligt.

Weitere Bilder in der nachfolgenden Galerie zum großklicken. Weitere Berichte über das Obere Schloss auf dieser Seite. Zur Einsicht bitte weiter nach unten scrollen.





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Erstellt: Samstag, 09.11.2013



Flügel im Fürstensaal feierlich eingeweiht



Mit dem Allegro aus der Rostocker Suite für Trompete und Klavier wurde das festliche Konzert im Fürstensaal des Oberen Schlosses mit Cirsten Wetzel (Flügel) und Michael Merkel (Trompete eröffnet.



"Mit soviel Besuchern haben wir nicht gerechnet" sagte Ines Wartenberg vom Förderverein und freute sich über den großen Zuspruch für das Konzert der Greizer Musikschüler zur Einweihung eines Flügels für den Fürstensaal auf dem Oberen Schloss und brachte weitere Stühle in den großen Fürstensaal.
Bis auf den letzten Platz besetzt, erlebten die rund über 100 Zuhörer ein eindrucksvolles Konzert junger begeisterter Musikschüler, die mit Gesang und Instrumenten ein breit gefächertes Leistungsspektrum ihres Könnens vortrugen.
Auf Initiative von Musikpädagogin Christiane Lorenz, hatte sich der Förderverein Oberes Schloss für den Ankauf eines Flügels eingesetzt und dafür drei Jahre Gelder gesammelt.
Zur Veranstaltung konnte der Vorsitzende des Vereins Joachim Lehmann, Landrätin Martina Schweinsburg (CDU), Bürgermeister Gerd Grüner (SPD), den ehemaligen Bürgermeister Andreas Hemmann mit Gattin, zahlreiche Eltern und Musikfreunde , sowie die jungen Talente begrüßen.
Vorsitzender Lehmann sagte, " eines unserer Ziele zur Gründung des Fördervereins sind mit der Einweihung des Francke-Konzertflügels realisiert.
Christiane Lorenz fügte anschließend an, der Konzertflügel wurde von der Leipziger Firma Kratsch aufgearbeitet und der Verein erwarb das Gute Stück von einem Chrimitschauer Klavierbauer.
Als nächstes Ziel des Vereins bezeichnete Lehmann, das Cafe im Haus Nr. 2 des Oberen Schlosses mit Leben zu erfüllen.
Besonders aufmerksam verfolgten die Großeltern Hemmann den gesanglichen Vortrag der Enkelin und Stavenhagenpreisträgerin Lisa Schmidt, die mit der Arie der Barbarina "L`ho perduta" aus Figaros Hochzeit von Mozart und F. Schubert "Die Forelle" einen Glanzpunkt am Abend setzte.
Noch einige Impressionen nachfolgend von der Veranstaltung zum großklicken. Der Beitrag erhebt keinen Anspruch auf die Vollständigkeit der Darbietungen anlässlich der Konzert-Flügeleinweihung.





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Erstellt: Dienstag, 22.10.2013



Förderverein trifft Bürgermeister

Am Haus Nr. 2 beginnt der Rundgang Bild großklicken.



Zu einem Informationsbesuch traf sich der Förderverein Oberes Schloss mit dem Greizer Bürgermeister Gerd Grüner, um sich über den aktuellen Stand der Bauarbeiten und Ausgrabungen auf dem Schlossgelände ein Bild zu verschaffen.
Der Rundgang begann am Haus Nr. 2, das nach gründlicher Sanierung bauseitig übergeben wurde. Die offizielle Übergabe versprach der Rathaus-Chef findet etwas später statt. Gegenwärtig bewältigen Mitarbeiter der Stadtverwaltung mit einem enormen Kraftakt den Umzug des Regionalarchivs in die Räumlichkeiten im Haus Nr. 2.
In Transportbehälter verpackt, werden die historischen Überlieferungen per Transporter zum Oberen Schloss gefahren, dort zum Teil mit Muskelkraft bis in die zweite Ebene geschafft. Sämtliche Transportkartons sind gekennzeichnet, der Inhalt muss korrekt wieder in die großen Regale einsortiert werden.
Wenn alles fertig eingeräumt ist, können interessierte Besucher Einsicht in Unterlagen im Leseraum iin der ersten Etage nehmen.
"Dort wo noch leere Flächen sind, werden überall noch Regale aufgestellt" denn es kommen noch die Unterlagen vom Liegenschaftsamt hinzu und weitere, informierte Gerd Grüner die Anwesenden.
Im Erdgeschoss entsteht ein Schauarchiv, mit Einblick vom geplanten Cafe einsehbar, als besonderes Higlight. Die Fußböden werden mit Holzpflaster versehen. Leider ist der Pächter für das Cafe abgesprungen, die Stadt sucht hierfür qualifizierte Fachkräfte, die das Cafe mit Terasse unter der Zenta-Eiche bewirtschaften.
Mit der Einlagerung zig Tonnen an historischen Papier, war es unabdingbar, die Statik des Hauses zu verstärken, dazu wurden 105 Tonnen Stahl verbaut, informierte Architekt Jürgen Jahn.
Die Außenansicht wurde nach alten Unterlagen restauriert. Das Gebäude wurde 1745 erbaut.
Nachfolgend Bilder vom Haus Nr. 2 zum großklicken.





Haus Nr. 6 m. Freitreppe u. Übergang z. Turmgarten Bild großklicken.



Das Haus Nr. 6 mit sanierter Freitreppe und einem Übergang (Rundbogen) als früherer Fluchtweg zum Turmgarten und sicherlich auch als normaler Zugang genutzt. Die Außenfassade zum Schlosshof und Stadt, wurde farblich gestaltet und hebt sich deutlich von den noch vorhandenen grauen Gebäuden ab. Im Inneren entsteht ein großer Veranstaltungsraum, mit Toiletten und weiteren sanierten Räumen. Die Decken der Räume erhielten eine neue Holzbalkenkonstruktion.
Nachfolgend einige Bilder vom Haus Nr. 6 zum großklicken.





Bei Ausgrabung fündig geworden

Grabungsfeld im Turmgarten Bild großklicken.



Zum Ende der Info-Tour stand eine Besichtigung des Grabungsfeldes im Turmgarten des Oberen Schlosses auf dem Programm, zu dem Bürgermeister Gerd Grüner seine Gäste zu einem Rundgang eingeladen hatte.
Über einen unscheinbaren Seiteneingang neben der Naturbühne im oberen Schlosshof ging der Weg durch das Torhaus Nr. 3 zum Turmgarten. Der gewohnte Zugang ist wegen den Bauarbeiten aus Sicherheitsgründen verschlossen.
Viel Erdaushub wird zum Teil über eine Rutsche zu einem Radlader befördert und abtransportiert. Eine gewisse Menge Erde verbleibt zum verfüllen der Grabungsfelder, die nach eingehender Untersuchung der Archäologen wieder zu geschüttet werden. Mit einer Ausnahme, verriet der Bürgermeister, die freigelegten in Fels gehauene Stufen werden zu gegebener Zeit als Zugang zum Turmgarten genutzt.
Vom Schlosshof wird eine Außentreppe die Besucher bis zur erhöhten Eingangstüre im Turmhaus Nr. 3 bringen, von da aus geht der Weg in das Innere des Gebäudes und man gelangt nochmals über eine Treppe bis zum Fuße der freigelegten Stufen. Auf den Fotos erkennt man die zugemauerte Tür unterhalb und seitlich der Stufen.
Das wird eine tolle Geschichte, wenn diese Etappe der Baumaßnahmen abgeschlossen ist, waren sich die Mitglieder des Fördervereins einig.
Wie aufwendig und schwierig die Sanierungsarbeiten auf dem Oberen Schloss zu bewältigen sind, zeigte der Rathaus-Chef mit Blick auf das Gebälkim angrenzenden Gebäude Turmhaus Nr. 3.
Die angebaute Fachwerkkonstruktion hat sich im Laufe der Jahre um rund 12 bis 13 cm abgesenkt. Der Anbau wurde als Zugang zu den einzelnen Zimmern im Gebäude auf zwei Etagen genutzt. Hier besteht dringender Handlungsbedarf, der sich für die Architekten als schwierig erweisen wird.
Den besonderen Kick hielt sich Gerd Grüner bis zum Ende der Führung auf, einen Blick auf den freigelegten zweiten Brunnen auf dem Oberen Schloss werfen zu können. Für die Öffentlichkeit noch kein Zugang, der Brunnenraum wurde rund drei bis vier Meter tief ausgeschachtet, es besteht Absturzgefahr.
Zu sehen bekommt man den gemauerten Rand des Brunnens, der gegenwärtig noch fast bis zum Rand verfüllt ist. Sollte der Brunnen freigelegt werden, könnten evtl. noch einige interessante Dinge aus vergangenen Zeiten ans Tageslicht gelangen.
Nachfolgend die Bilder zum Text in der Galerie zum großklicken.

Einen interessanten Beitrag von Michael Hendel mit weiteren Details nach unten scrollen.





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Erstellt: Montag, 30.09.2013



Grabungen auf dem Oberen Schloss

Blick v. Schlossturm auf das Grabungsfeld Bild großklicken



Bericht und Fotos: Michael Hendel
Archäologen graben an der Wiege des Greizer Wahrzeichens Zur Zeit laufen Grabungen des Thüringischen Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie auf dem Plateau des Turmgartens im Oberen Schloss der Stadt Greiz. Bereits 2005 wurde hier erstmals nach Spuren auf den Anfängen der Besiedlung des sich markant im Elstertal erhebenden Felsens gesucht. Die damaligen Untersuchungen brachten bereits einige bauhistorische Befunde ans Licht der Öffentlichkeit.Die neuerlichen Grabungen erstrecken sich über die gesamte Länge des Plateaus und dessen halbe Breite.




 

Mehrere Erdschichten wurden abgetragen Bild großklicken

Mauerreste 



Die Funde geben Rätsel auf 



Nach den Funden von mehreren steinernen Wurfgeschossen in den letzten Wochen wurden nunmehr auch Geschoßteile, wie sie bei einer Armbrust zur Anwendung kommen, gefunden.Insgesamt scheint die nun untersuchte Fläche mehr Geheimnisse preiszugeben als das bisher untersuchte Areal auf der anderen Seite des Turmgartens.Mehrere starke Grundmauern, untrüglicher Bestandteil einer Bebauung mit mehreren kleinen Gebäuden, die in den Fels getriebene Treppe und das auf den Felsen gesetzte Gewölbe mit seinem Zugang in das jetzige Haus 8, geben reichlich Stoff für Spekulationen zur Nutzung in vergangener Zeit.




 

Treppenstufen erkennbar Bild großklicken.

Nur Fachleute können erkennen wie der zeitliche Ablauf der Bebauung tatsächlich verlief, was wieder überbaut wurde und welche Fragmente weiter genutzt wurden. Unklar ist auch die Beschaffenheit der oberirdischen Bauten. War es Fachwerk, Naturstein oder Ziegel? Die bauhistorischen und archäologischen Forschungen der nächsten Jahre werden sicherlich Licht ins Dunkel bringen. Man darf also gespannt sein ob der Ergebnisse der laufenden Forschungen.



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Erstellt: Mittwoch, 10.07.2013



Hüllen fallen am Oberen Schloss

Die Hofseite wird noch farblich gestaltet Bild großklicken



Nach monatelanger Verhüllung zeigt sich das Haus Nr.2 am Oberen Schloss teilweise im neuen Glanz. Während an der Nordseite die Gerüste fallen, sind die Maler am Südflügel noch dabei, dass Gebäude farblich zu gestalten. Ornamente und Wappen der Reußen am Haus werdern nach originalen Aufzeichnungen rekonstruiert. Im Innern des Gebäudes sind die Handwerker der beteiligten Firmen zur Sanierung des historischen Gebäudes dabei, letzte Einbauten und Installationen vorzunehmen





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Erstellt: Freitag, 03.02.2012



Gemauerter Rundschacht des Brunnens freigelegt

Freigelegter Rundschacht Bild großklicken



Bei Baugrunduntersuchungen ist im Oberen Schloss in Greiz vor einiger Zeit ein unbekannter Brunnen gefunden worden. Der Schacht war durch ein Gewölbe aus grauem Tonschiefer gesichert und bis auf einen Hohlraum von knapp drei Kubikmeter offenbar mit Bauschutt verfüllt.
Der aus Backsteinen gemauerte Rundschacht, der mit einem Eisengitter und einer Betonplatte abgedeckt war, trat unter einem Lagerraum der früheren Gaststätte "Schlosskeller" zu Tage. Probebohrungen lassen auf eine Tiefe von 50 Metern schließen.




 

Noch ist der brunnen verfüllt Bild großklicken.



Der Brunnen, der in keinem Bauplan verzeichnet ist, soll künftig von Archäologen untersucht werden. Bereits im Sommer 2005 war man im Schloss bei Bauarbeiten auf einen Brunnen gestoßen, der 1745 verfüllt und mit einer Sandsteinplatte verschlossen worden war. Leider brachte die Förderung aus der Tiefe keinen nennenswerten Fund zu Tage. Der 55 Meter tiefe Brunnen wurde frei gelegt und kann effektvoll beleuchtet - bei Schlossführungen besichtigt werden.



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Erstellt: Sonntag, 30.10.2011



Sanierung am Oberen Schloss geht weiter

Die Hofseite wird noch farblich gestaltet Bild großklicken



Haus Nr.2 komplett eingerüstet 



Rund 5,7 Millionen Euro werden für die Sanierung am Haus Nr.8 im Oberen Schloss nach vorläufigen Planungen benötigt. Die Arbeiten am Objekt werden sich mindestens vier bis fünf Jahre hin ziehen, sofern keine weiteren besonderen Überraschungen während der Sanierungsarbeiten auftreten.
Vom Bund gibt es in diesem Jahr 198 000 Euro, vom Denkmalschutz weitere 127 000 Euro. Weitere 250 000 Euro kommen von der Stadt, über Städtebauförderung rechnet das Stadtoberhaupt mit 60 Prozent der Eigenmittel.
Das Haus Nr.8 mit den 4 noch zu sanierten Giebeln, das sich mit zirka 50 Meter länge an die Fürstensäle anschließt, soll unter anderem für Veranstaltungen und vom Museum genutzt bwerden. Das Museum benötigt weitere Räumlichkeiten für das Magazin.




 

Ansicht Haus Nr. 8 vom Schlosshof Bild großklicken.

Zu den beliebten Eheschließungen in den Fürstensälen, sollen künftig auch Räumlichkeiten im Haus Nr. 8 zur Übernachtung der Brautpaare geschaffen werden, die auf dem Oberen Schloss feiern.
Während der begonnenen Bauarbeiten wurde ein zweiter zirka 50 Meter tiefer Brunnen im Keller des Gebäudes entdeckt, nach dem freilegen der Brunnenröhre erhoffen sich hier die Fachleute Rückschlüsse über die geschichte des Oberen Schlosses.
An der Außenfassade Haus Nr. 8 wure ein Gerüst gestellt, um den Abtransport von Bauschutt zu gewährleisten. Am Kassenhaus Nr.2 gehen die Sanierungen ebenfalls wie geplant weiter.




 

Ansicht Haus Nr.8 im Innenhof Bild großklicken.

Gerüst am Haus Nr. 8 zum Abtransport von Bauschutt Bild großklicken.



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Erstellt: Sonntag, 20.11.2010



Vom Land der Vögte zum Fürstentum Reuß ält. Linie

Eröffnungsfeier im Oberen Schloss am 20.11.2010 



Am Samstag dem 20. November 2010 öffnete das fürstliche Ambiente mit einer abwechslungsreichen Zeitreise in die Geschichte. Zur festlichen Eröffnungsfeier waren weit mehr Gäste gekommen als erwartet. Unter den Ehrengästen weilte neben der Landrätin Martina Schweinsburg auch die Enkelin der letzten Prinzessin Ida, Freifrau Dr. Gisela Schenck zu Schweinsberg. Auf die feierliche Eröffnung abgestimmtes Rahmenprogramm mit den Mitgliedern des ensembles frauenkirche, Tobias Willner, Sven Barnkoth und Matthias Grünert, Kantor an der Frauenkirche zu Dresden, die mit Werken von Vivaldi, Franscschini, Corelli und Händel, Concerto C-Dur, Sonata in D, Sonata B-Dur und die Suite D-Dur bearbeitet für zwei Trompeten und Orgel darboten.




 

Mitglieder des ensembles frauenkirche Bild großklicken.

Kantor Matthias Grünert im Gespräch mit G. Grüner Bild großklicken.



In seiner Ansprache erläuterte Bürgermeister Gerd Grüner mit einem auf Großleinwand hinterlegten Bild- Rückblick die einzelnen Etappen der oftmals schwierigen Bauphasen bei der Sanierung der Räumlichkeiten der Fürstensäle. Mit den Sanierungen der Dächer des Oberen Schlosses begann ein langer Weg, der bis zum heutigen Tag mit sichtbaren Ergebnissen aufwarten kann und dieser wird mit der Sanierung weiterer Häuser auf dem Oberen Schloss fortgesetzt. Während der Bauarbeiten auf dem Schlossgelände wurde der verschlossene Tiefbrunnen (zirka 50m), die Doppelkapelle und viele Funde wieder freigelegt. Der Rathaus-Chef legte auch die finanzielle Förderung zur Realisierung der Maßnahmen dar und schloss nicht aus, dass am Ende des langen Weges auch die Zufahrt zum Oberen Schloss in einen ordentlichen Zustand versetzt wird.




 

Bürgermeister Gerd Grüner Bild großklicken

Grüner und auch die sich anschließenden Festredner, Dr. Karl Heinz Hänel, Referatsleiter im Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur und Museumsdirektor Rainer Koch lobten die hervorragend geleistete Arbeit aller beteiligten Firmen und sprachen den Dank aus. Das Obere Schloss hat die Ausstellungen der Museen der Schloss- und Residenzstadt Greiz um familienfreundliche Angebote erweitert.




 

Dr. Karl Heinz Hänel während seiner Ansprache Bild großklicken

Das einzigartige historische Ambiente der mittelalterlichen Burganlage als Ursprung des Oberen Schlosses, die Romanische Doppelkapelle sowie die Rokoko-Stuckaturen werden durch eine erlebnisorientierte Ausstellung mit 3-D-Film und anderen Überraschungen abgerundet.
Sie müssen das unbedingt einnmal alles selbst erleben.
Alle nachfolgenden Bilder großklicken.




 

Museumsdirektor Rainer Koch Bild großklicken.

Die Besucher begeben sich zum Rundgang Bild großklicken.





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Erstellt: Samstag, 30.05.2009



Ausstellungsfläche im Oberen Schloss vorgestellt

Im Beisein zahlreicher Gäste und Vertreter der Bau ausführenden Firmen, stellte Bürgermeister Gerd Grüner am 29.05.2009 die künftigen Museumsräume im zweiten Obergeschoss über den Fürstensälen des Oberen Schlosses vor.
Die Räume strahlen in den Farben Blau, Grün, Gelb oder Terrakotta und in Kombination mit dem Lärchenparkett, das von einem Eichenfries gesäumt wird, wirken die cirka 200 Quadratmeter Ausstellungsflächen großräumig und einladend.
Erst im Oktober werden die sanierten Räume der Öffentlichkeit und damit ihrer Bestimmung übergeben, bis dahin haben die Museumsmitarbeiter zur Gestaltung der Ausstellung noch alle Hände voll zu tun.
Während seinen einführenden Worten dankte Gerd Grüner den 14 bauausführenden Firmen sowie den Architekten und Planungsbüros für diese Leistungsschau ihrer guten Arbeit, eine weitere Etappe der sinnvollen Sanierung des ehrwürdigen Denkmals und zur musealen Nutzung habe man damit geschaffen.
Die Gäste durften den Fahrstuhl schon mal zur Probe benutzen. Zur Eröffnung der Museumsräume soll er so ausgestattet werden, dass die Besucher während der Fahrt vom Schlosshof zu den einzelnen Etagen einen visuellen Vorgeschmack auf das was sie erwartet erhalten.
Ein Konzept hierfür liege bereits vor, es geht hierbei um das Fürstenhaus Reuß im Rahmen der Zeitgeschichte und die Entwicklung der Stadt. Die fertig gestellten Räume sind für das 18./19. Jahrhundert vorgesehen. Der Projektionsraum war noch verschlossen, dieser wird nach Fertigstellung alles toppen, verspricht der Rathaus-Chef.





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___________________________ Greizer-aktueller-Bilderbogen ___________________________


Erstellt: Samstag, 05.04.2008



Erinnerung an die HOG-Schlosskeller (1)

Der Greizer Schlosskeller

Die Entstehungsgeschichte der Gewölbe unter der Greizer Burg läst sich bis in das Jahr 1209 zurück verfolgen. Der Keller in der 2. Ebene unter dem großen Fürstensaal stammt aus jüngerer Zeit, hat aber eine direkte Verbindung zu dem Gewölbe unter der Doppelkapelle im 1. Wohnturm der Anlage. Diese Gewölbe hatten über die Jahrhunderte eine wechselnde Bedeutung, waren Vorratslager und später sogar einmal Stallung für Pferde.

Erst in der Mitte des letzten Jahrhunderts zogen hier die Wirtschaftskeller der Schlossbewohner ein. Die große und sehr rührige Schlossgemeinschaft war aber auch auf der Suche nach geeigneten Räumlichkeiten für geselliges Beisammensein. Und so erinnerte man sich an die bis dato unberührten Gewölbe in der unteren Ebene der Burg. Hier waren zuletzt Aktivitäten aus Anlass der 750 Jahrfeier (1959) der Stadt durchgeführt worden, so jedenfalls hatte man den Eindruck als sich ein erstes Aufräumkommando der Schlossbewohner hierher durchschlug. Bilddokumente aus dieser Zeit stehen uns leider nicht zur Verfügung und somit greifen wir auf eigene Erlebnisse der frühen 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts zurück.

Legendär kann man sie nennen, die privat organisierten Feiern im großen Gewölbe des Schlosskellers. Alle packten mit an und die Stimmung war stets prächtig. Die Gaststätte „Schlosskeller“ gab es noch lange nicht und die alljährlichen Wohnbezirksfeste der Schlossgemeinschaft rund um die Burg und auf dem Schanzengarten waren ebenso ein Highlight und von den Greizern stets gut angenommen.

In der Bildergalerie zeigen wir bis dato unveröffentlichte Bilder einer jener genialen Feten im Gewölbe der späteren Gaststätte. Es handelt sich um Aufnahmen vom 18. September 1971, vier Jahre bevor der Beschluss der Kreisleitung der SED zur Eröffnung einer Gaststätte aus Anlass des 25. Jahrestages der DDR gefasst und umgesetzt wurde.

Michael Hendel



Die Bilder in der nachfolgenden Galerie vermitteln einen Einblick in das gesellige Leben der einstigen und heute noch auf dem Oberen Schloss lebenden Bewohner zu feierlichen Anlässen im Schlosskeller.
Für den Anblick im vergrößerten Format klicken Sie das erste Bild in der Galerie an.



Gemütlichkeit im Schlosskeller

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Erstellt: Donnerstag, 26.03.2015



Wir haben Post bekommen

Der gebürtige Greizer Hans-Dieter Becker (1951) hat beim stöbern auf dieser Webseite interessante Beiträge vom ehemaligen Greizer Schlosskeller auf dem Oberen Schloss vorgefunden. Das erinnerte ihn an die Silvesterfeier 1971/ 72 in dieser gastronomischen Einrichtung und suchte und fand noch die Menuekarte in seinen Unterlagen, die er uns zur Veröffentlichung bereit stellte. Der ehemalige Goetheschüler ist noch heute mit Greiz verbunden, hat noch immer einige Freunde hier, mit denen er sich zum Klassentreffen trifft. Danke lieber Hans-Dieter für die Übersendung, vielleicht findest du ja noch einige interessante Stücke aus deiner Zeit in Greiz.




 

Menuekarte Schlosskeller Bild großklicken.

Das Menue konnte sich sehen lassen. 



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Erstellt: 10.02.2008



Erinnerung an die HOG-Schlosskeller (2)

HO-Gaststätte „Schlosskeller“ (Teil 2)

Im Frühjahr 1974 begann der Ausbau der Gewölbe im Oberen Schloss zur Gaststätte. Dazu wurden die Gewölbe in der unteren Ebene (minus 2), die Wirtschaftskeller der Schlossbewohner im Haus 6 und Haus 7, sowie Räume auf der Höhe des Oberen Schlosshofes geräumt. Zahlreiche Betriebe der Region, unter ihnen die Bauabteilung des Chemiewerkes in Greiz-Dölau, wurden mit der Umsetzung der ehrgeizigen Pläne zum 25.Jahrestag der DDR, beauftragt.

In den unteren Gewölben wurde die eigentliche Gaststätte mit 50 Sitzplätzen und einer kleinen Tanzfläche eingerichtet. Am hinteren Ende des Gewölbes befand sich in einem weiteren Gewölbe das Office mit Tresen und Speiseaufzug zur zwei Ebenen höher gelegenen Küche. Am vorderen Ende des Gewölbes befanden sich hinter einer doppelten Pendeltür die Gästetoiletten. Vor dieser Pendeltür war eine kleine Tanzfläche und der Eingangsbereich durch eine Tür vom Schanzengarten aus. Über eine breite und etwas gewendelte Treppe erreichte man die eigentliche Tanzfläche des Schlosskellers. Dieses Gewölbe lag eine Ebene höher und hatte einen herrlichen Natursteinboden mit mehr als 50 eingelassenen Strahlern und farbigen Abdeckscheiben. Am hinteren Ende befand sich der Eingang zum Fürstenzimmer, einem Raum für kleinere und meist private Feierlichkeiten. Durch diesen Raum, ebenfalls ein Gewölbe, gelangten die Mitarbeiter des Schlosskellers über eine Treppe wieder eine Etage nach unten in ihre Wasch- und Duschräume. Neben der Tür zum Fürstenzimmer gelangte man über eine Treppe zum höher gelegenen Oberen Schlosshof. Dieser Ausgang war jedoch nur als Notausgang gedacht und für den normalen Gaststättenbetrieb nicht vorgesehen. Vor dieser Treppe war ein dem Charme der Epoche entsprechender schmiedeeiserner Raumteiler aufgestellt. Kunstwerke dieser Art gab es noch mehrere in der Gaststätte, so auch Wandleuchten und geschmiedete Friese in der Bar. Vor diesem deckenhohen Monstrum fanden die Discjockeys jener Zeit ihren Platz und beschallten die im Dämmerlicht der Fußbodenbeleuchtung tanzenden Paare.

Das Highlight war aber das Gewölbe der Bar. Man erreichte es über die Tanzfläche durch einen etwa zehn Meter langen Gang. Fünfzehn Gäste konnten hier in komfortablen Ledersesseln Platz nehmen. Die Tische waren mit geätzten Metallplatten versehen und die indirekte Beleuchtung hinter den geschmiedeten Wandreliefs sorgte für eine intime Lichtstimmung. Weitere Gäste hatten Platz am rustikal gestalteten Bartresen. Rechts hinten war ein weiterer Ausgang aus dem Gewölbelabyrinth, hier gelangte man auch auf die eher selten genutzte Terrasse mit ihrem herrlichen Blick über die Stadt.

Pünktlich zum 7. Oktober 1974 ergriffen die Genossen der Staatsmacht Besitz von der neu geschaffenen Gaststätte im Oberen Schloss. Tage später konnte dann auch der „normale“ Bürger diese wirklich schöne Gaststätte in Besitz nehmen. Erste und wohl kreativste Betreiberin des Schlosskellers war Bianka (Bianka B.). Die junge Frau hatte von Anfang an die Zügel voll in der Hand und wohl auch die notwendigen Möglichkeiten und Freiheiten für die Gestaltung einer ansprechenden gastronomischen Einrichtung. Jedenfalls war es recht schwierig zu bestimmten Wochentagen und vor Feiertagen einen Platz im „Schlosskeller“ zu bekommen. Die Küche war gut und das Ambiente hatte etwas ganz besonderes. Mancher DJ spielte hier Platten die er sonst wohl nur zu Hause unter der Bettdecke auf den Plattenspieler legte. Wenn man das Publikum in der Gaststätte einschätzen konnte, ging auch mal „Moskow“ von Wonderland und ähnliche Leckerbissen über die Boxen.

Hartnäckig hielt sich das Gerücht wonach nur Bonzen im Schlosskeller Einlass fanden. Dem ist nicht so. Zu allen Zeiten standen Restaurants die den Charme einer Würstchenbude überstrahlten im Focus der Betuchten. Bei dem eher tristen Angebot an niveauvoller Gastronomie und einem sich schnell etablierenden Mythos wollte natürlich Jedermann einmal im „Schlosskeller“ zu Gast sein. Bei den zur Verfügung stehenden Plätzen war drangvolle Enge vorprogrammiert, das Prinzip von Angebot und Nachfrage ergriff Raum und „Vitamin B“ konnte Tür und Tor öffnen. Da hat sich allerdings bis zum heutigen Tag nichts geändert, eher schlimmer geworden. Wer sich artig hinten anstellt hat auch heute leider die A- Karte gezogen.

Fortsetzung folgt!

Michael Hendel



Die Bilder in der nachfolgenden Galerie vermitteln einen Einblick in das gesellige Leben auf dem Oberen Schloss zu täglichen Veranstaltungen im Schlosskeller.
Für den Anblick im vergrößerten Format klicken Sie das erste Bild in der Galerie an.



Gäste fühlten sich bei Bianka wohl

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Erstellt: Sonntag, 22.02.2015



Und was kam nach Bianca?

Blick in den Schlosskeller 1980 



Die Gaststätte "Schlosskeller" war bei den Greizern und darüber hinaus sehr beliebt. Nach der ersten Objektleiterin, so hieß das damals, übernahmen 1976 Jürgen und Ingrid bis 1984 die Gaststätte im Oberen Schloss von Bianca Beil ?. Das Ehepaar zog es auf Grund der landschaftlich schönen Lage vom Spreewald nach Greiz und natürlich auch das Angebot der HO-Gaststättenverwaltung, das Objekt auf dem Oberen Schloss zu übernehmen. Das Gaststättenehepaar Senß entwickelte die gastronomische Einrichtung zu einem anspruchsvollen Ambiente, zu dem man keinen Eintritt in nicht angepasster Garderobe hatte. Mit Jeans kam man da nicht rein, das galt für beide Geschlechter. Auf Drängen des neuen Objektleiters wurden Kellnerinnen gegen Kellner mit fachlichen Abschluss ausgetauscht. Wechselnde Diskotheken sorgten für musikalische Abwechslung bei den Tanzabenden. Franzosen, die das Gelenkwerk in Zwickau errichteten, waren oft zu Gast im Greizer Schlosskeller.




 

Ingrid und Jürgen Senß 1980/81 Bild großklicken.

Arbeitsvertrag zwischen der HO und Jürgen Senß, beachtenwert der Lohn als Objektleiter. Bilder großklicken. Keinem ist der Fehler bei dem abgedruckten angegebenen Namen aufgefallen.


Postkarte vom Schlosskeller Bild großklicken.



Die HO-Gaststättenverwaltung hatte eine Fotoserie von all ihren gastronomischen Objekten in Auftrag gegeben, eine aus der Serie zeigt die Postkarte mit den Räumlichkeiten der Gaststätte auf dem Oberen Schloss. Für Biertrinker ein kleiner Trost, es gab im Weinrestaurant zum Herrengedeck auch Bier.



Im Jahre 1984 stellten Jürgen und Ingrid Senß den Ausreiseantrag, mit schwerwiegenden Folgen. Sofortige Kündigung, Verhöre, Kontaktverbote mit Kollegen und weiteren üblichen Schikanen, die die Staatsmacht auf ausreisewillige Bürgerausübte.
Wie uns bei einem Telefongespräch Jürgen Senß berichtete, ist seine Frau Ingrid im Januar dieses Jahres verstorben. Mit freundlicher Genehmigung übergab er uns Jürgen, der heute im Raum Regensburg lebt, einiges an Informationen und Bildmaterial. Nachfolger wurde der Objektleiter Preuß, zu dem uns im Moment noch jegliche Angaben fehlen. Aufruf! Wer kann uns helfen, diese Lücke zu schließen!!! Danke lieber Jürgen für die Bereitstellung deiner Erinnerungen an eure Zeit im Schlosskeller.




 

Ingris Senß hinter der Bar Bild großklicken



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Erstellt: Donnerstag, 14.02.2008



Ehemalige Gäste erinnernen sich

In den letzten Tagen hat uns viel Post erreicht, darin wird die Freude über die Veröffentlichung des Bildmaterials zum ehemaligen Schlosskeller zum Ausdruck gebracht.
Gleichzeitig wurde der Wunsch geäußert, noch mehr über diese einmalig schöne Gaststätte in Erfahrung zu bringen.
Gegebenfalls könnten Sie uns hierbei unterstützen, indem Sie ihre Fotoschätze zielgerecht durchsuchen.

Aus dem Bildarchiv von Michael Olischer stammen die Bilder in der nachfolgenden Galerie, die er für "greizer-aktueller-bilderbogen" zur Verfügung gestellt hat.
Michael Olischer war zu jener Zeit öfters mit seiner Diskothek im Schlosskeller zu Gast.
Aufarbeitung: Michael Hendel



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