StartseiteInhaltLokalesMedienbekanntschaftSächs. VogtlandTermineWetterNewsExtrasShopsArchivHistoriePostLinksKontakt
www.greizer-aktueller-bilderbogen.de
Aufgeschnappt
Gesundheitstipp
Ausflugstipp
Urlaub 2013/2014/16
Aufgespürt
Postsäulen
Dorfpumpen
Baustellen
Allerlei
Zweifelderhalle
Blog hochladen
Per email
Video-Rätsel
Fotopräsentation
Wismut
Kurzberichte
Für Spaßvögel
Kulturelles
Tourist-Information
UT 99 Kinocenter
Vogtlandhalle
Bibliothek
GFG
GFG-2
Freizeit-Dienstleistung
Advent/Weihnacht
Kids
Lokaler Ticker
Bildnachricht
Brände 2011/12/14/15
Oberes Schloss
Schlossbrunnen
Schlossturm
Unteres Schloss
OTZ-RSS FEED
DAK-RSS-Feed
Papierfabrik
Plauderkasten-Chat
Pressemitteilung
Sport
Natur
Tiergehege Greiz
Greizer Park
Unser Garten
Felsen
Berga
Wünschendorf
Trickkiste
Schlossbrunnen

Greizer Brunnenwasser vorgestellt

Der Greizer Schlossbrunnen wurde nachweislich im Jahre 1745 verschlossen.
Der Sage nach soll der Hund des Jägers im Brunnen ertrunken sein, wodurch das Brunnenwasser verdorben wurde.
Doch entnommene Proben nach der Wiederentdeckung am 16.08.2005 ergaben Trinkwasserqualtät.



Am 14.06.2007 wurde nicht nur der neu gestaltete Brunnenraum und der für die Öffentlichkeit zugänglich gemachte historische Schlossbrunnen zur Besichtigung vorgestellt.
Lesen Se hierzu im Blog-Eintrag die Einzelheiten dazu.

Genau gesagt, der Besichtigungstermin hatte einen besonderen Hintergrund, das Brunnenwasser fängt jetzt - zumindest symbolisch - wieder an zu fließen, betonte der Greizer Bürgermeister Gerd Grüner und präsentierte gemeinsam mit Thomas Lauer, dem Inhaber der Firma "Zill & Engler" Likör- und Spirituosenfabrik Reichenbach das "Greizer Brunnenwasser" in Form einer 3-Liter Flasche.


Natürlich kann das "Greizer Brunnenwasser" zum diesjährigen Park- und Schlossfest verkostet werden.
In 0,02-Liter-Fläschchen abgefüllt, wird das 32-prozentige "Brunnenwasser" mit Wasser aus dem vogtländischen Reichenbach, mit qualitativ hochwertigen Neutralalkohol hergestellt.
Wir verwenden für die Herstellung nur nochmalig gereinigtes Wasser und Alkohol, ohne jegliche Geschmacksstoffe, versicherte während der Präsentation Thomas Lauer.
Vorerst 1000 Flaschen haben die acht Beschäftigten bei Zill & Engler" abgefüllt, diese werden ab sofort für 1 Euro pro Flasche im Torhaus des Oberen und in der Tourist-Information im Unteren Schlos erhältlich sein.
Den Kontakt zur Brennerei knüpfte aus der Greizer Stadtverwaltung Volkmar Schneider, während der Göltzsch-Elster-Schau am Stand der Firma, die bereits 1987 ihr 100-jähriges Jubiläum begehen konnte und mit der Hausmarke "Grün-Bitter" sich einen guten Ruf in der branche erworben hat.



Der Greizer Wolfgang Randig gestaltete die Zeichnung auf dem Etikett nach einer überlieferten Sage, darauf versucht der Koch vergeblich, den in den Brunnengefallenen Hund des Jägers zu retten.
Das neue Souvenier macht bereits im Vorfeld auf die bevorstehende 800-Jahrfeier und dem historischen Schlossbrunnen aufmerksam.


Einen Tag vor der Eröffnung des Park- und Schlossfestes in Greiz wurde ein neues Greizer Souvenier vorgestellt.
Initiator Volkmar Schneider (l.) hatte bereits zur Göltzsch-Elster-Schau 2006 die Idee zur Herstellung des Brunnenwassers.


Brunnentechnik begeistert

In Vorbereitung der 800-Jahrfeier der Stadt wurde der fast fertig sanierte Brunnenraum einschließlich integrierter Technik vorgestellt.
Der Brunnenraum, so ist sich Gerd Grüner sicher, wird eine neue Attraktion für die Besucher des Oberen Schlosses werden
In die Öffnung des Edelstahl-Gitters der Brunnenabdeckung führte Gerd Grüner die an einer Seilkonstruktion hängende Halogenlampe ein.
Beim hinablassen in den cirka 52 Meter tiefen Brunnen können zukünftig Besucher ein eindrucksvolles Lichtspiel während der Ein- und Ausfahrt des Beleuchtungskörpers erhalten.
Eine zusätzlich installierte Wasserzuführung vermittelt dem Betrachter die Zeitspanne bis das Wasser unten am Wasserspiegel angekommen ist.
Ein eindrucksvolles Lichtspiel kann man während der Ein- und Ausfahrt der Beleuchtungseinrichtung im Brunnen beobachten.
Der dunkle Punkt in der Mitte des Bildes ist die an einem Seil hängende Lampe.
Blick in den beleuchteten Brunnenschacht.
Die Gesamtkosten der Neugestaltung des Brunnenraumes bilanziert der Bürgermeister mit cirka 45 000 Euro.
Bilder großklicken.


Nachfolgend finden ie auf dieser Seite noch interessante Beiträge zur Entdeckung des historischen Schlossbrunnens.



* * *





Mit einer Kamerafahrt in die Tiefen des Altbrunnens gefahren
Spezialkamera lieferte ausdrucksstarke Bilder unter dem Wasserspiegel

Am Mittwoch 11.30 Uhr war es soweit, eine Farbschwenkkopfkamera der Firma Bohrlochmessung-Storkow GmbH mit Kurzauswertung, Farbaufzeichnung auf Videoband, wurde durch Wolfram Loos für die Besichtigung der Brunnenwände und alles was unter dem Wasserspiegel liegt in den Brunnen eingefahren.
Zuvor hatte für dieses Unterfangen die Firma Streubel und Seifert einen speziell hierfür benötigten Kameragalgen mit Seilrolle zusammengeschweißt. Vor Ort erwies sich die Konstruktion als bessere Lösung als das Anbohren der gemauerten Abdeckung des Brunnenschachtes. Bei der letzt genannten Version wäre zu viel Mauergestein in den Brunnen gefallen und eine unnötige Trübung des Grundwassers hätte die Besichtigung des Brunnens beeinträchtigt




 

Letzte Vorbereitung für den Einsatz der Kamera Bild großklicken

In Deutschland existiert nur eine von zwei produzierten Brunnenkameras die alle notwendigen Bedingungen für diesen Einsatz erfüllen. Diese Kamera kann bis zu 17 Meter unter dem Wasserspiegel eingesetzt werden, verfügt über dem Objektiv ringförmig angeordnete Scheinwerfer, ist fernsteuerbar in alle Richtungen, hat einen großen Zoombereich und liefert je nach Bedarf Sofortbilder zum ausdrucken.




 

Kameragalgen mit Seilrolle wird montiert Bild großklicken

Die Kamera hängt am Galgen und wird über Fernsteuerung den Brunnen befahren


Wolfram Loos von der BLM-Storkow GmbH und Wolfram Streubel, dessen Firma den Kameragalgen anfertigte, bringen die Kamera zur Brunnenöffnung Vorsichtig muss das Einsetzen der Kamera durch die Brunnenöffnung geschehen, es darf so wenig wie möglich Dreck in den Brunnen fallen, dies würde zu einer unnötigen Wassertrübung führen


Spannung lag bei diesem Termin in der Luft, gebannt schauten neben Wolfram Loos der die Kamera bediente, Dr. Andreas Hemmann, sein 1. Beigeordneter Gerd Grüner, Fred-Olaf Brockmann und weitere Vertreter von Amt und Gewerbe auf den Kontrollmonitor im Übertragungswagen. Genau wurden die Wände zwecks ihrer Beschaffenheit inspiziert, man konnte genau Spuren der Bearbeitung erkennen, geringfügige rötlich gefärbte eisenhaltige Sickerwasserspuren, das Ergebnis lag auf der Hand , der Brunnen befindet sich nach 260-jähriger Verschließung in einem guten Zustand.




 

Die Aufzeichnung am Bildschirm beginnt Bild großklicken

Als die Kamera in das Grundwasser eindrang, verblüfften in den ersten drei Metern trotz leichter Trübung des Wassers, hervorgehoben durch den langen Verschluss und fehlenden Wasseraustausch die Anwesenden durch brilliante Aufnahmen.
Je weiter die Kamera in die Tiefe vor drang, desto klarer wurde das Wasser. Bretter, Balken und vereinzelte Gesteins- und Ziegelbrocken verhinderten das Vordringen der Kamera bis zur Sohle.
Über den Brunnen wurde zwecks der Verschließung ein Mauergewölbe gebaut, die darunter liegenden Holzeinschalungen wurden vermutlich vor der Verschließung in den Brunnen gestürzt, vorangegangene Reinigungen wurden evtl nur oberflächlich durchgeführt, die im Wasser liegenden Balken geben noch Stoff für Vermutungen.
Trotz alledem erkannte man unter Wasser deutliche Spuren der Bearbeitung, dünne beschichtete Ablagerungen auf kleinen Felsvorsprüngen, wo einst Öllampen den Arbeitern etwas Licht bei ihrer Tätigkeit spendeten.
Bei der Ausfahrt der Kamera achtete man auf evtl. übliche von den Bergleuten eingeritzte Daten der letzten Ausfahrt, Datum der Fertigstellung oder das jeweilige übliche Zunftzeichen.
Einbildung oder Realität, man sah etwas was aussah wie ein X eine 5 und eine 9, die Auswertung der Videoaufzeichnung könnte Aufschluss hierüber bringen.
Ansonsten muss man sich in Geduld üben, denn eine Beräumung des Brunnens und die damit verbundene Einfahrt von Brunnenbaufachleuten ist in Erwägung gezogen worden und könnte dann bis dato noch verborgene Geheimnisse lüften.
Danach kann man erst die genaue Tiefe des Brunnens ausloten. Ständig wechselnder Wasserstand je nach Niederschlagsmengen verändern die Wasserhöhe im Brunnen, diese Erkenntnis gewann man aus Messungen an verschiedenen Tagen seit der Wiederentdeckung




 

Die Kamera wird in die Tiefe gefahren Bild großklicken

Blick in den hinteren Teil des Ü-Wagens, man kann auch über einen Monitor das Geschehen im Bereich des Seilzuge beobachten


Vorort Bilder

Klicken Sie hier, um zur Galerie zu gelangen.


* * *



Zum Vergrößern auf 700-Pixel-Breite das Bild anklicken
Am 16.08.2005 wird bei Bauarbeiten im Rahmen der Sanierung des Oberen Schlosses ein historischer Brunnen entdeckt.


Der Stein der Weisheit

Bei Schachtarbeiten in einem Raum neben der früheren Küche zu Zeiten Heinrichs XI. wurde die abgebildete Sandsteinplatte mit dem wichtigen Hinweis auf einen nicht zugeschütteten Brunnen 95 1/2 Ellen tief mit der Jahreszahl 1745 gefunden.
Da war als erstes die Frage zu klären, wieviel misst eine Elle der damaligen Residenzstadt, umgerechnet auf Maßeinheiten unserer Zeit. es stellte sich nach eingiebiger Nachforschung heraus, dass eine Elle 58 cm beträgt.
Die Messung bis zum Wasserspiegel ergab 31 Meter, bis zum Grund müßte der Brunnen cirka 55 Meter tief sein.
In den nächsten Tagen werden deshalb Spezialkameras in die Tiefe gelassen. Bis es soweit ist, werden vorerst Wasserproben entnommen und in einschlägigen Labors auf Wasserqualität untersucht.
"Greizer- aktueller-Bilderbogen" war bei der Entnahme der Wasserproben dabei.




 

Der Auslöser war diese freigelegte Sandsteinplatte Bild großklicken

Blick bis zum Wasserspiegel

Durch eine kleine freigelegte Öffnung kann man einen Blick in den vor 260 Jahren verschlossenen Brunnen werfen.
Zum Glück wurde der Brunnen als Fürst Heinrich XI. regierte nicht zugeschüttet.


Wasserproben

Großes Interesse zeigt auch das Greizer Stadtoberhaupt, Dr. Andreas Hemmann, der ebenfalls vor Ort war, als die erste Wasserprobe aus dem Brunnen gefördert wurde.













Bilder großklicken
Die erste Wasserprobe lässt TAWEG-Geschäftsführer Fred-Olaf Brockmann über die Hand rieseln, für das Auge ein sauberes Grundwasser. Eine weitere Probe nimmt Fred-Olaf Brockmann in Augenschein, im Glas ist ein glasklares Wasser zu sehen.
Im Labor wird sich nach Untersuchungen aufklären, welche Reinheit das Brunnenwasser wirklich hat.
Auf dem Oberen Schloss bleibt es weiterhin spannend, werden die in den nächsten Tagen bis zum Grund eintauchende Spezialkameras noch weitere Geheimnisse lüften. Befindet sich vielleich der Schatz der Reußen auf dem Grund des Brunnen?
Hat das Wasser besondere Mineralien aufzuweisen? Eignet es sich etwa um das Greizer Ur-Ur-Bräu zu brauen?
Die moderne Technik wird alles richten.


Druckbare Version